IN MEINEM TREPPENHAUS WERDEN DROGEN KONSUMIERT. WAS KANN ICH TUN?

Sucht ist eine Krankheit. Dass Menschen, die Drogen konsumieren, dies zum Beispiel in deinem Treppenhaus tun, ist keine Provokation gegen Dich.
Heute gibt es immer weniger Rückzugsmöglichkeiten. Zum Beispiel wegen fehlender Schutzräume, wachsender Wohnungslosigkeit, Verdrängung aus dem öffentlichen Raum – und der Kriminalisierung von suchterkrankten Menschen.

GRUNDSÄTZLICH DROHT KEINE AKUTE GEFAHR

Trotzdem ist die Situation vielleicht unangenehm.

Oft ist die Person im Moment des Drogenkonsums nicht im Stande, ihr Umfeld wahrzunehmen. Und trotzdem kann sich so eine Begegnung bedrohlich anfühlen. Gerade mit Kindern möchten wir brenzlige Situationen vermeiden.

Die Überforderung kann zu Nichtstun oder Aggression führen. Das hilft beides nicht.

1. Bleib ruhig

Vermeide aggressives Verhalten und halte Dir vor Augen, dass
Du einen Menschen vor Dir hast, der Angst haben oder panisch werden kann.

2. Unterstützung für dich

Zusammen Lösungen finden.

Du musst mit der Situation nicht allein klarkommen. Klopf bei Deiner Nachbar*in, informiere die Hausgemeinschaft – überlegt gemeinsam wie ihr vorgehen wollt.

3. Verstehen heißt nicht billigen

Du darfst auch für dich etwas fordern

Wenn ihr die Situation als zu belastend empfindet, bittet die Person, woanders zu konsumieren. Das ist okay. Drogensucht ist eine Krankheit – heißt aber nicht frei von Verantwortung.

3. Hilfe für die Person

Die Situation erfordert professionelle Hilfe?

Bei gesundheitlicher Gefahr rufe den Rettungsdienst (112). Die Situation kehrt immer wieder und du brauchst Hilfe beim Umgang damit?

Wende dich an FIXPUNKT.

Wer kennt sich aus?
An wen kann ich mich wenden?

FIXPUNKT BERLIN

www.fixpunkt-berlin.de